Ich fliege nicht (mehr) gern. Zu viele Erlebnisse, die man als Fluggast, der nicht handeln, nicht einmal das sinkende Schiff verlassen kann, nicht braucht. Fast täglich liest man Berichte, die meine mittlerweise gefestigte Flugverweigerung zu bestätigen scheinen. Heute steht in meiner Frühstückszeitung, dass in den USA zwei Piloten so vertieft in ihre – privaten! – Laptops waren, dass sie den Zielflughafen um 240 Kilometer verpassten. Sie hätten´s noch nicht einmal bemerkt, wäre nicht das Kabinenpersonal nach einer Stunde unruhig geworden…

Muss ich noch erklären, warum ich nur noch fliege, wenn ich muss?


Vor vier Monaten strahlte der bayerische Ministerpräsident Seehofer mit dem Quelle-Katalog in der Hand zuversichtlich in die Kameras. Kurz vorher hatte er sich durchgesetzt und einen Massekredit für den bereits insolventen Versandhändler in Höhe von 50 Millionen Euro auf den Weg gebracht. 21 Millionen steuerte Bayern bei, vier Millionen Sachsen, der Rest entfiel auf den Bund. Damit sollte das in jeder Beziehung überalterte Unternehmen saniert und ein Investor gesucht werden. Doch der wurde erfolglos herbeigesehnt. Es klingt zwar nach Binsenweisheit, doch steckt viel Wahres darin: Man werfe kein gutes Geld schlechtem hinterher, sagt man in Börsenkreisen.

Haben Politiker wirklich so wenig Ahnung von den Grundregeln wirtschaftlichen Handelns?


Ein Landwirt arbeitete sich am 15. Oktober gegen 19 Uhr gerade durch seine Scholle, als plötzlich ein heller Punkt über den Himmel raste, grün und weiß aufleuchtete und am Horizont verschwand. Ein Ufo! Vielleicht aber auch ein schlichter Meteorit. Der Bauer tat, was er tun mußte: Er griff zum Handy und rief das CENAP in Mannheim an, das Centrale Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene. Stand so in meiner Zeitung.

Sie haben doch sicher auch die Nummer der Ufo-Meldezentrale im Handy gespeichert. Oder?




.